
In Zusammenarbeit mit
Dario Stocker
Yannick Röösli
In meinem Projekt Freeze spiele ich mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur durch ein interaktives Kunstwerk, das auf die Distanz seiner Betrachter:innen reagiert. Ohne Nähe zeigt es natürliche, ruhige Bewegungen; bei Annäherung wird es nervös und hektisch, als würde es Angst empfinden. Kommt man ganz nah heran, „erstarrt“ das Bild wie ein Tier im Überlebensmodus. Diese Reaktionen sollen Betrachter:innen dazu anregen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren: Respektieren sie die Angst des Werkes, das ein Stück Natur darstellt, oder ignorieren sie die Warnsignale?
2025

Die 3 verschiedenen Zonen auf die das Bild reagiert.
Befinden sich diese in der Ferne, nimmt das Bild sie nicht wahr – als würde sich das Leben darin gemütlich seinem Alltag zuwenden. Auf den Ersten Blick werden die Betrachter:innen nicht erkennen, dass das Bild auf sie reagiert. Die kleinen, feinen, gemütlichen Bewegungnen sollen die Aufmerksam der Betrachter:innen wecken und sie dazu einladen näher an das Bild zu treten.
Kommt ein:e Betrachter:in näher, beginnt das Bild, diese:n zu erkennen. Es reagiert mit Angst und zeigt panische Bewegungen. Die ersten Betrachter:innen werden nun ahnen, dass das Bild auf sie reagiert. Sie kommen dem Bild näher, wollen vielleicht
verstehen was es mit dem Bild auf sich hat.
Stehen die Betrachter:innen direkt davor, fällt das Bild in einen Überlebensinstinkt und erstarrt in völliger Stille. In der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden, stellt es sich tot. Diese Reaktion ahmt den Überlebensinstinkt vieler Tiere nach – Freeze.




Pflanzen
Die Pflanzenelemente sind von tropischen Regenwäldern inspiriert. Dafür habe ich einen Baukasten aus unterschiedlichen Pflanzenzeilen entwickelt, der es mir ermöglichte, ein Muster zu generieren und die Platzierung der einzelnen Elemente präzise zu steuern. So liess sich festlegen, wo welches Element sitzt und in welcher Anzahl es eingesetzt wird. Alle Elemente bestehen aus Polyestersatin.









Muster
Damit das Bild nicht konstruiert wirkt, sondern eher wie ein gewachsener Ausschnitt aus der Natur, habe ich mit JavaScript und einer Noise-Funktion ein Muster generiert. Anhand von Pixeln wird definiert, wo die einzelnen Elemente auf dem 1x1 Meter grossen Rahmen platziert sind. Mein Ziel war es, ein möglichst natürliches und organisches Muster zu erzeugen.






Technik
Kontrolliert wird das Bild durch ein Arduino Mega und 16 kleinen Servo-Motoren, die durch ein speziell designtes 3D-Objekt die Bewegung auf die Bildoberfläche übertragen.

Ultraschallsensor

Servomotoren mit 3D-modellierten Armen

Auf Rahmen aufgespannter Tull, auf welchem die Pflanzenelemente befestigt sind.




